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Vortrag: Der behütete Bürger. Verwaltung, Politik und Bürgerinteresse in der Auseinandersetzung Walheims um die kommunale Neugliederung 1972

von Klaus Ricking



Am 1. Januar 1972 trat das „Aachen-Gesetz“ in Kraft, durch das die Gemeinde Walheim in die Stadt Aachen eingemeindet wurde. Das Aachen-Gesetz war das erste einer Reihe von Gesetzen, mit denen in den folgenden Jahren zahlreiche kleinere Städte und Gemeinden zu größeren Gemeinden zusammengefaßt bzw. durch Eigemeindung größeren Städten
zugeordnet wurden. Walheim hat zusammen mit den Gemeinden Kornelimünster, Rott und Roetgen durch Zusammenschluß der Orte zu einer Großgemeinde "Münsterland" vergeblich die Eingemeindung nach Aachen zu verhindern gesucht. Zahlreiche andere Städte und Gemeinde haben sich wie Walheim der Eingemeindung vehement widersetzt, waren teilweise aber im Gegensatz zu Walheim erfolgreicher in ihrem Widerstand.

Der Vortrag zeichnet die Entwicklung zwischen 1962 und 1972 nach, die zur Eingemeindung Walheims in die Stadt Aachen führte, fragt nach den angestrebten Zielen der kommunalen Neugliederung, den besonderen Gründen und Formen des Walheimer Widerstandes, dem Unterschied zwischen Stadt und Land und warum dieser Widerstand letztendlich nicht erfolgreich war.

Zeit: 1. September 2022, 20:00 Uhr
Ort: Schützenhaus Friesenrath

Der Vortrag dauert ca. 45 Minuten. Danach besteht die Möglichkeit zur Aussprache und Diskussion.